Kategorie: Speis & Trank
Carp(e) Diem
- genieße den Karpfen -
Wer von uns Fliegenfischern hat denn nicht, früher als Jungangler, am heimischen Weiher auf Karpfen gefischt?! Ich gehe mal davon aus, dass viele von uns diesen Fisch mit Würmern und Dosenmais nachgestellt haben. Falls dies dann letztendlich zum Erfolg führte, kam der Fisch damals natürlich mit nach Hause und wurde in Mutters Küche abgegeben. Sie zauberte daraus meistens „Karpfen blau“ und ich kann Euch sagen, ….da konnte ich (früher) gar nicht ran!
Karpfengerichte waren deshalb für mich, eine ganze Weile, ein absolutes „No go“. Dies hat sich geändert als ich das erste Mal eine Fischsuppe ungarische Art mit Karpfenfilet probieren durfte. Toll, lecker, mmh, und da soll Karpfen drin sein?! Schmeckt gar nicht moosig und ist auch gar nicht schlabbert, wie wir Franken sagen.
Also falls Ihr mal einen Karpfen fangt, ist es nun mit der Angelrute oder ein, vom Fischhändler, zugeworfener, dann solltet Ihr dieses folgende Rezept probieren. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wärmt Euch diese „Fischsuppe ungarische Art“ doch sehr angenehm!
Ich wünsch Euch an’Gud’n!
Wiener Saftgulasch aus dem Dutch Oven
Ich liebe Eintöpfe und Schmorgerichte, hierfür gibt es eigentlich kein besseres Kochutensil als den Dutch Oven. Eines meiner Lieblingsgerichte möchte ich Euch heute zeigen, das Wiener Saftgulasch. Hier wird das Fleisch, im Gegensatz zur deutschen Variante des Gulasch, nicht angebraten, sondern wird lediglich im eigenen Saft geschmort.
Das brauchen wir dazu:
- 1,5 Kg Zwiebel, grob gewürfelt
- 2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 kg Rindergulasch (am besten Wadenfleisch ohne Knochen)
- Pflanzenöl
- 2 EL süßes Paprikapulver
- Weinessig (ich bevorzuge Balsamico)
- 500 ml Rinderbrühe
- Salz, Pfeffer
- 1/2 – 1 TL Kümmel, gemahlen
- 3-4 Lorbeerblätter (danke Lars)
Und so geht es:
- Zwiebeln und Knoblauch schälen
- Zwiebeln würfeln
- Knoblauch fein hacken
- Fleisch in ca. 3 – 4 cm große Würfel schneiden
- Etwas Öl im DO erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten
- Knoblauch, Paprika, Lorbeer und Kümmel zugeben und kurz weiter dünstenFleisch zugeben, mit der Rinderbrühe ablöschen
- Den DO nun schließen und den Gulasch für ca. 3 Stunden schmoren lassen. Gelegentlich etwas umrühren
- Bevor das Fleisch weich ist, mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken und geschälte Kartoffeln zugeben und mit garen
- die Zwiebeln anschwitzen,
- das Fleisch vorbereiten
- die glasigen Zwiebeln mit Paprika bestäuben
- die restlichen Gewürze und Kräuter zugeben,
- das Fleisch zugeben,
- etwas Rinderfond angießen und lange schmoren lassen.
- ca. 1 Stunde vor Ende die Kartoffeln zugeben
- anrichten …
- … und genießen.
Am besten schmeckt der Gulasch, wenn er über Nacht steht und am nächsten Tag langsam erwärmt wird. Wer keine Kartoffeln dazu mag, es passen auch Nudeln oder einfach ein paar Semmeln dazu.
Viel Spass beim Nachkochen und guten Appetit.
Brot aus dem Dutch Oven
Da der Dutch Oven (DO) am Autorentreffen (Bericht folgt) so gut ankam und einige unserer Autoren sich gleich einen zulegten, folgt nun hier ein kleiner Erfahrungsbericht über das Backen von Brot im DO.
Mangels Muse und Erfahrung in der Herstellung von Sauerteig, musste eine Brotbackmischung aus dem Edeka meines Vertrauens herhalten. Ich entschied mich für ein Roggen-Mischbrot “kräftig-knusprig”. Die Hälfte des Teiges habe ich gemäß der Anleitung hergestellt und eigenmächtig mit ein paar frischen Kräutern aus dem Garten verfeinert. Die zweite Hälfte halte ich als Backup zurück und mache sie vielleicht später noch.
Die Zubereitung des Teiges war keine große Herausforderung, die Frage nach der richtigen Anzahl Kohlen allerdings schon.
Schichtfleisch aus dem Dutch Oven
Der Dutch Oven ist ein gusseisener, schwerer Topf mit gut sitzendem Deckel. Der Topf kann direkt ins Feuer gestellt werden, auf der heimischen Terrasse könnte dies mächtig Ärger mit der Gattin bringen, oder eben Terrassen- und Gartenfreundlich mit Holzkohle. Die Kohlen werden sowohl unter, wie auch auf den Topf gelegt und sorgen somit für eine wunderbar gleichmäßige Hitzeverteilung.
Im DO kann man im Grunde alles kochen oder backen, hier sind nur durch die eigene Phantasie Grenzen gesetzt. Auch ist der DO die ideale Outdoor Kochstelle für diverse Fliegenfischerausflüge. Ich konnte meinen DO günstig in einem bekannten Auktionshaus erstehen und habe mich, zur Einweihung, für den Klassiker “Schichtfleisch” entschieden.
Und das geht so …
“Aitel” Sonnenschein
Eigentlich heißt die Redensart doch „Eitel Sonnenschein“ und sicherlich werden es viele von Euch gleich bemerkt haben. Ich finde aber auch „Aitel Sonnenschein“ passt sehr gut! Ich fange nämlich regelmäßig schönste Aitel, bei uns heißen sie Döbel, bei herrlichstem Sonnenschein! Die Sonne kann noch so von Firmament brennen, die Temperaturen noch so hoch sein, Chancen auf einen guten Döbel hat man bei uns am oberen Main eigentlich immer.
Ich finde diesen klasse Kämpfer eine gute sommerliche Alternative zu Forellen, welche sich ja bekanntlich bei zu hohen (Wasser-) Temperaturen nicht gerade wohl fühlen und schon oft von den aktuellen Wetterbedingungen gestresst sind.
Große Döbel nehme ich gerne mit nach Hause um sie in der Küche zu verwerten und eines meiner Lieblingsfischgerichte zu kochen – nämlich Fischklösschen! Ich esse Fischklösschen (Frikadelle vom Fisch) vom Aitel, oder auch anderen Weißfischen, für mein Leben gern!
Ich möchte Euch mein Rezept nicht vorenthalten, freue mich sehr wenn es Euch „mundet“ und Ihr es einmal ausprobiert.
Lammkeule vom Grill
Beim Metzger meines Vertrauens gab es zur Osterzeit frisches Lamm im Angebot und so fand eine kleine Lammkeule den Weg auf meinen heimischen Grill.
Das Fleisch war wie gewohnt sehr sauber geschnitten und außer etwas Marinade war keine weitere Arbeit notwendig. Also schnell Knoblauch, Pfefferkörner, Meersalz, Thymian und Rosmarin gemörsert und zusammen mit Olivenöl und Zitronensaft, eine Marinade für das Lamm bereitet. Die Lammkeule sollte einige Stunden in der Marinade verbringen, bevor sie auf den Grill darf.
Aus Sellerie, Karotten, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und ein paar Lorbeerblättern, bereiten wir der Lammkeule ein bequemes Bettchen im Bräter und gießen gleichzu Beginn etwas Wasser oder wenn vorhanden Brühe an. So vorbereitet kommt der Bräter in den Grill. Gegart wird bei ca. 170°C und indirekter Hitze. Während der ersten Stunde auf dem Grill habe ich die Räucherbox mit gewässerten Hickory- und Kirschholz-Chips gefüllt, um dem lamm einen leichten Rauchgeschmack zu geben. Alle 30 Minuten habe ich die Lammkeule gedreht und mit etwas Rotwein übergossen.
Das Lamm wurde bis zu einer Kerntemperatur von 70°C gegart und durfte anschließend, in Alufolie verpackt, noch etwas auf dem Warmehalterost des Grills ruhen. Während dessen wurden die Rosmarinkartoffeln und der grüne Spargel auf dem Grill platziert und aus dem Lammfond eine leckere Soße gezogen.
Das Lamm war super zart und sehr fein im Geschmack, die leichte Rauchnote passte für mich gut dazu, ebenso der äußerst leckere, rote Franzose.
Hier noch die obligatorischen Bilder …
Gleich raucht´s hier, Junge… oder Heißräuchern ganz einfach!
Gestern war ich mit Sohnemann Paul Fischen. Nein, nicht mit der Fliege, das muß ich gestehen, denn unser Verein hatte das jährliche Anfischen angesetzt, da ist nicht viel Platz, obwohl unser Weiher ansonsten das Fliegenfischen, auch auf Nichtsalmoniden erlaubt.
Nun, es war ein herrlicher Tag, mit den weltbesten Freunden, viel Sonne und Spaß. Unsere dickste Rainbow hatte 46 cm und bot am 16er Vorfach einen heftigen Drill, den Ralf vermutlich auf gut hessisch als „schweren Terz“ bezeichnet hätte…
Vor dem Einschlagen grübelte ich – sollte ich nach 7 guten Fischen heute, mit über 3 kg (darunter eine Bachforelle, die Paul zurück setze, sie war einfach zu hübsch), morgen noch einmal spontan an diesen wunderbaren Bach gehen, an diese besondere Stelle, die mir sicher weitere schöne Fische bringen würde – oder wäre das unflätig und wir sollten einfach einmal dankbar sein, ausschlafen und faulenzen? Na klar, ein wenig Zurückhaltung war nun sicher angesagt… sollen doch mal die anderen fischen und fangen – ich schaltete den schon scharf geschalteten Wecker wieder ab. Morgen machen wir einmal ´was ganz anderes. Morgen wird geräuchert.
Das Räuchern. Es gibt kaum eine Art der Zubereitung, die allgemein mehr geschätzt wird (obwohl ich persönlich eine „Müllerin“ oder „Gebeizte“ für die Krone der Forellenzubereitung halte). Man kann dazu ganze Bücher kaufen, viele Euros in Gerät investieren und dann doch scheitern, wenn matschige Fische missraten und in die Glut fallen. Dabei ist es kinderleicht. Wirklich. Hier meine Mini-Anleitung mit ein paar Fotos. Damit schafft Ihr das auch (wenn Ihr es nicht schon lange könnt).
Rinderrippchen, hot and spicy – SBS
Im Grill-Talk mit meinem Arbeitskollegen Alex, kamen wir auf Rinderrippchen. Die Zutaten, bis auf die Rippchen, hatte ich alle im Haus. Also schnell beim Metzger des Vertrauens vorbei gefahren, Rinderrippchen geholt und ab in die Küche.
Die Zubereitung ist, wie immer, keine Zauberei und mit ein wenig Geduld und Geschick, endet alles in einem fantastischen Geschmackserlebnis. Also legen wir los …
Karfreitags Grillen
oder wie grille ich ganz ohne Fleisch. Grillen ohne Fleisch, geht gar nicht mag der Eine oder Andere jetzt denken, denkste, geht wohl! Meiner Frau zuliebe verzichte ich an Karfreitag “gerne” auf jegliches Fleisch. An diesem Tag gibt es bei uns nur Fisch und/oder Gemüse und Salat. Mittags hatten wir bereits frisch geräucherte, sehr leckere Forellen vom örtlichen Angelverein, am Abend sollte es etwas gegrilltes sein.
Wir bereiteten mit Käse gefüllte Spitzpaprika und Champignonköpfe vor und starteten den Grill. Zugegeben, es ist keine dauerhafte Alternative zu gegrilltem Fleisch, trotzdem war es sehr lecker und wird fest ins Repertoire aufgenommen (als Beilage!.
Für die Füllung haben wir 250 Gramm Fetakäse (zerbröckelt), 3EL Creme Fraiche, 1EL Tomatenmark und eine fein geschnittene Knoblauchzehe und etwas Olivenöl, miteinander vermengt und mit Salz, Pfeffer, Chili und etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Die Spitzpaprika haben wir der Länge nach halbiert, geputzt und gewaschen und mit der Käsemasse gefüllt.
Für die Champignons haben wir unter die Käsemasse noch etwas frisch geriebenen Pecorino und fein geschnittenen Lauchzwiebeln gegeben. Die Champignons wurden gewaschen, die Stiele ausgedreht und mit der Masse gefüllt.
Anschließend haben wir die Paprika’s und Champignons mit dem restlichen Pecorino bestreut und bei ca. 200°C , indirekt gegrillt. Nach ca. 10 Minuten sind die Paprika und die Champignons weich und goldgelb gebacken. Dazu rösteten wir uns noch einige Kartoffelscheiben und tranken einen leckeren, fränkischen Weißwein.
Und wie immer, Bilder …
Fränkisches Carpaccio
Warnhinweis!
In diesem Artikel wird unverschämt viel Fleisch gezeigt, wer das nicht will liest bitte nicht weiter!
Beim rumsurfen bin ich im GSV auf einen Beitrag gestossen, der sofort mein Interesse weckte, “Fränkisches Carpaccio”, das musste ich unbedingt machen! Hierbei handelt es sich natürlich nicht um rohe, in dünne Scheiben geschnittenen Schäuferle, sondern um gegarte und heißgeräucherte Schäuferle. Serviert und angerichtet mit hausgemachtem Krautsalat und geröstetem Schwarzbrot, ein unglaublicher Genuss!
Begeistert von dieser Idee besorgte ich bei meinem Metzger des Vertrauens rasch 3 Schäuferle, marinierte selbige und begann mit der Zubereitung. Und das geht so:
Zutaten:
- rohes Schäuferla (Menge und Gewicht nach Belieben)
- scharfer Senf
- 1 Flasche Landbier
- 2 Zehen Knoblauch
- 3 TL Kümmel
- 1 TL Senfkörner
- 4 TL Meersalz
- 2 TL Pfefferkörner
- 1 TL Majoran gerebelt
- 1 TL Rosmarin




























